Preisvergabe 2017/2018

Die CS Caritas Socialis unterstützt und begleitet Menschen am Beginn und am Ende des Lebens. Bekannt ist die CS Caritas Socialis für ihre spezialisierten Angebote für an Demenz, wie z.B. an Alzheimer bzw. Multiple Sklerose erkrankte Menschen. Schwerkranke Menschen werden in sechs Einrichtungen des CS Hospiz Rennweg in den letzten Lebenstagen und -wochen begleitet. Die jüngste Betreuungsform sind die spezialisierten Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz. Weiters betreibt die CS Kindergärten und einen Hort, Hilfs- und Beratungseinrichtungen und ein CS Haus für Mutter und Kind. Gegründet wurde die CS Caritas Socialis 1919 von Hildegard Burjan als geistliche Schwesterngemeinschaft mit dem Auftrag, soziale Not zu lindern. Rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Schwestern arbeiten pro Jahr in den CS Caritas Socialis Einrichtungen mit rund 300 ehrenamtlich Engagierten und 500 Praktikantinnen und Praktikanten zusammen. «Die CS Caritas Socialis hat eine lange Tradition in der Palliativarbeit und ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Es ist aus dem initialen Projekt durch langjährige Aufbauarbeit eine solide Struktur entstanden, die viele Bereiche systematisch und solide abdeckt. Die Fürst Franz Josef von Liechtenstein Stiftung zeichnete dieses Engagement bereits 1989 aus, indem sie Caritas Socialis damals ebenfalls mit dem Fürst Franz Josef von Liechtenstein Preis ehrte. Damit konnte Caritas Socialis die Idee eines ersten mobilen Teams umsetzen. Es gibt professionell ausgebildete Mitarbeiter aus verschiedenen Berufsgruppen und eine ebenso professionelle Struktur. Die CS Caritas Socialis ist ein verlässlicher Partner und Player in der palliativen Versorgung geworden, mit vielen wichtigen Mosaiksteinen», so der Stiftungsrat der Fürst Franz Josef Stiftung in seiner Begründung.

Das Heilpädagogisches Zentrum des Fürstentums Liechtenstein (HPZ) startete 2009 das Projekt 'Senioren plus'. Dies mit dem Auftrag, im bestehenden Wohnheim Besch des Heilpädagogischen Zentrums des Fürstentums Liechtenstein (HPZ) die Bedingungen zu schaffen, um die inzwischen in die Jahre gekommenen Bewohnerinnen und Bewohner altersgerecht zu betreuen und begleiten. Bei normalem Altersverlauf sollte es ihnen möglich sein, ihren angestammten Platz im Wohnheim Besch bis an ihr Lebensende zu behalten. Neue Aufgabenfelder, wie die pflegerischen Tätigkeiten galt es zu integrieren und die Fachkompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erweitern. Damals, im Jahr 2009, gab es im HPZ keine pflegerische Ausstattung sowie pflegerische Kenntnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Übertritte der Bewohnerinnen und Bewohner vom Erwerbsleben ins Pensionsalter standen an. Verschiedene litten unter ersten markanten Alterssymptomen. Bei 50-jährigen und älteren Menschen, vor allem mit Trisomie 21, beobachtete das HPZ die ersten demenziellen Veränderungen. Die Komponente der Pflege von älteren Menschen war damals ein völlig neuer Ansatz in der Begleitung und Betreuung von Menschen mit Behinderungen. Es ging plötzlich um Kompetenz- und Ressourcenerhaltung und nicht mehr um Kompetenzaufbau und die Erlernung neuer lebenspraktischer Fähigkeiten. «Im Zuge des demographischen Wandels werden auch Menschen mit Behinderung älter und erleben eine Zeit dementieller Erkrankung. Das vorgestellte Projekt für ältere Menschen mit Behinderung hat sich Aufgabe gemacht betreutes Wohnen in einer sehr umfassenden Weise zu organisieren. Es handelt sich um ein kleines lokales Projekt für eine Randgruppe - eben ältere Menschen mit Behinderung - die eine dementielle Entwicklung mitmachen. Es gibt konkrete Umbaupläne um eine bessere Wohn und Betreuungsstruktur zu erreichen. Das Projekt ist konkret, nachhaltig und gut organisiert. Es erweitert das engere palliative Thema und nimmt Behinderung und Demenz in den Fokus und betrifft die Betreuung bis ans Lebensende», wie der Stiftungsrat der Fürst Franz Josef von Liechtenstein Stiftung bemerkt.

Hospiz Österreich ist der Dachverband von ca. 320 Hospiz- und Palliativeinrichtungen. Im multiprofessionell zusammengesetzten Vorstand arbeiten VertreterInnen aus allen Bundesländern zusammen. In der Geschäftsstelle von Hospiz Österreich sind haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen beschäftigt. Ordentliche Mitglieder des Dachverbandes sind die landeskoordinierenden Hospiz- und Palliativorganisationen Österreichs, Vereine, Institutionen, Hospizinitiativen und Bildungseinrichtungen aus dem Hospiz- und Palliativbereich in allen Bundesländern. Als Begründung unterstreicht der Stiftungsrat der Fürst Franz Josef von Liechtenstein Stiftung: «'Hospizkultur und Palliative Care in der mobilen Hauskrankenpflege' - ein Projekt von Hospiz Österreich, dem Dachverband um die verschiedenen mobilen palliativen Dienste mit unterschiedlichen weltanschaulichen Hintergründen. Es geht um die Kooperation von Anbietern mobiler Hauskrankenpflege für die ein gemeinsames Curriculum für Schulung und Ausbildung in palliativen Kompetenzen, sowie ein Konzept zur Organisationsentwicklung aufgestellt werden soll. Es werden ca. 1400 Betreuerinnen und Betreuer geschult und das Projekt auch evaluiert. Das Projekt ist professionell aufgestellt, hat einen nachhaltigen Charakter und beschäftigt sich mit einem palliativen Kernthema.»